Durch viel Glück habe ich gerade gestern mal wieder auf den
lifeinaday-Channel bei youtube geschaut und konnte so die zweite
Ausstrahlung von "Das Leben in einem Tag" erwischen. Für diesen Film,
haben 80000 Menschen, von allen Orten der Welt, alle am gleichem Tag,
dem 24. Juli, ihre Erlebnisse gefilmt und dokumentiert. Kevin MacDonald
hat daraus einen Film gemacht. Als kleinen Aufhänger sollten die Leute
in ihren Videos noch 4 Fragen beantworten - "Was fürchtest du?" "Was
liebst du?" "Was bringt dich zum Lachen?" "Was hast du in deinen
Taschen?". Ich muss sagen, ich war hin und weg. Über 90 Minuten weiß der
Film zu unterhalten. Lustig, beeindruckend, aufklärend, schockierend
und einfach nur wunderschön.
Dieser Film ist etwas ganz wertvolles, in 90 Minuten lernt man so
viel über verschiedene Kulturen, bekommt den Wahnsinn der westlichen
Länder vor die Augen geführt, zeigt den endlos tiefen Abgrund zwischen
der dritten Welt und Ländern wie den USA, ohne dabei wie eine
Aufklärungskampagne von UNICEF zu wirken . "Das Leben in einem Tag"
beweist dem Zuschauer eindrucksvoll wie wertvoll Leben ist, als was für
ein Glück Gesundheit angesehen werden sollte und wie schön oder
schrecklich das Leben sein kann.
Unbedingt angucken! Fazit: 10/10 http://www.youtube.com/user/lifeinaday
Der Amerikaner Paul Conroy erwacht aus der Ohnmacht, begreift das er in einem Sarg liegt und das verbuddelt unter der Erde. Die bösen Iraker haben seinen Konvoi im Irak angegriffen und jeden erschossen, bis auf ihn, dieser wurde für finanzielle Zwecke bei lebendigem Leibe einen Meter unter die Erde verfrachtet und dieses Schicksal ist ähnlich unschön, denn der Sauerstoff im Sarg ist knapp und außerdem ist dieser nicht besonders stabil.
Das Ganze entpuppt sich als eine Art Entführung, mit rein finanziellen Motiven. Ihm wurde ein Handy, Feuerzeug, Taschenmesser und einige andere Dinge mit in den Sarg gelegt. Er nimmt also den Kontakt mit Entführer, Arbeitgeber, Regierung und Frau auf.
Der Sauerstoff wird immer knapper, die Hoffnung immer kleiner und die Klaustrophobie immer größer.
Der Film ist ziemlich sparsam. Eigentlich unglaublich sparsam, es gibt eine Location, das ist der Sarg, und einen Schauspieler, das ist Ryan Reynolds und auch die Musik plätschert so vor sich hin. Die Telefongespräche sind okay, aber nicht weltenbewegend und die Leistung von Ryan ist toll, aber nicht herrvorragend. Und trotzdem weiß der Film 90 Minuten bei Stange zu halten, er treibt also die Idee von Filmen wie "Nicht Auflegen" auf die Spitze. Zum Ende hin ist der Film wirklich nervenzerreißend spannend, vorher etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich auf ihn einlässt ein überaus guter Thriller.
Nach Ewigkeiten, mal wieder ein Post. Und ab jetzt auch wieder gehäuft! : )
Es wird wieder Filmkritiken, Musikkritiken und vllt. auch das ein oder andere Bildchen geben.