Serj Tankian, der Sänger der berühmten serbischen Crossoverband System of a down, hat mit Imperfect Harmonies sein zweites Soloalbum veröffentlicht oder wenn man so will sein drittes, lässt man "Elect the Death - Symphony als eigenständiges Album durchgehen. Das es nicht schlech sein kann ist klar, dafür ist das Stimmvolumen und seine Erfahrung zu groß und weiterhin hat er unzählige Male bewiesen das er ein lyrisches Genie ist. Aber wie gut ist es wirklich?
1.) Disowned Inc. - anfangs stark vom Orchester dominiert, gewinnt im Laufe der Zeit aber an Fahrt. Lyrisch ziemlich gut und gewohnt kritisch "God speaks different in every language"7/10
2.) Borders are... - beginnt auch sehr soft, lyrisch heervorragend geradezu brilliant! Nur das ewig wiederholte "I never let you go" nervt mich. 8/10
3.) Deserving?- von Beginn an gut, ein großartiges Lied über die Liebe, zwischenzeitlich sehr funkig, wunderbar, wenn auch zum Ende hin etwas zu sehr gejammert! 9/10
4.)beatus - huch, noch ein Liebeslied, mit etwas nervigen Hintergrundgedudel, das sich im Laufe des Lieds stark verändert und schließlich zum Ausgangspunkt zurückkehrt. 6/10
5.)Reconstructive demonstration - serj meets electro, zumindest beim Intro, der Refrain ist lyrisch, sowie musikalisch ziemlich geil, erneut sehr kritisch und an/klagend. 7/10
6.) Electron - nett, aber etwas kraftlos, mich stört der Rhytmus der Drums. 5/10
7.) Gate 21 - ein Lied über das Ende der Liebe, sehr poetisch und recht angenehm zu hören, für mich hätte der Song aber bei seiner Pianobegleitung bleiben können 7/10
8.)Yes, it's genocide- ein Lied über den Völkermord an den Armeniern, auf armenisch. Übersetzungen findet man natürlich, ein unglaublich zynisches Lied. 6/10
9.)Peace be revenged- eine Anschuldigung an das Denken des mordernen Menschen, aber musikalisch nicht so top. 5/10
10. Left of center
- die Single des Albums, extrem kritische Lyrics, die aber leicht verständlich und wenig kompliziert sind. Musikalisch etwas kräftiger und man erkennt alte Züge. 8/10
11. Wings of Summer - eine Akustikgitarre! ... und einen quietischig singenden Serj. Soll wohl das Ganze ruhig ausklingen lassen, aber lyrisch ist das nicht toll und irgendwie in die Länge gezogen. 5/10
Ganz anders. Ganz anders als alles was man von SOAD oder Elect the Dead gewohnt ist: Hier sind keine E-Gitarren, hier sind keine akustischen Drums, stattdessen elektrische und auch die Vocals sind irgendwie anders, ganz anders.
Imperfect Harmonies hört sich wie ein Buch, eine Gedichtsammlung. Wirklich anstrengend und nichts für nebenbei. Für dieses Album ist es Pflich des Englisch mächtig zu sein und beim ersten durchhören sollte man unbedingt ein Wörterbuch zur Hand haben. Befolgt man diesen Rat bekommt man ein interessantes, fesselndes, lyrisches Meisterwerk, das hingegen aus musikalischer Sicht nicht gerade mit Abwechslung glänzt.
Fazit: 7/10
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Sonntag, 17. Oktober 2010
Filmkurzreview Nr. 28 "High Fidelity"
Also hören sie mal Herr Frears, wenn ich einmal Filme mache, zeige ich
ihnen das ein Film nicht über hundert Minuten gehen muss, hätten sie
High Fidelity nicht einfach nach 90 Minuten enden lassen können? Klar,
da gab´s die Buchvorlage an die sie sich halten mussten, aber dennoch
der Film ist bis zu einem gewissen Punkt so genial, so witzig, so
zweideutig und einfach geil gemacht und dann fängt er an zu langweilen.
Klar zum Ende geht´s dann wieder, aber die 25 Minuten dazwischen waren
echt ermüdend. So ist der Film letztendlich kein Meisterwerk, aber nahe
dran. Rob Gordon (John Cusack), Besitzer eines Plattenladens, aufgrund
seinen nie haltenden Beziehungen, tief in einer Midlife-Crisis. In
Rückblicken wird über seine verflossenen Geliebten berichtet und über
andere Erinnerungen. Jack Black ist ebenfalls mit von der Partie, er
arbeitet im Plattenladen, und spielt seine Rolle heervorragend! Das der
Soundtrack top ist, will man ja hoffen und Schnitt und Kamera: auch
alles überzeugend.
Wären da nicht diese etwas langweiligen 25 Minuten...
Fazit: 8.0/10
Wären da nicht diese etwas langweiligen 25 Minuten...
Fazit: 8.0/10
Sonntag, 10. Oktober 2010
Filmreview Nr.13 "The Social Network"
Kinogutschein besessen, The Social Network geschaut.
Nach Hause gekommen, Browser auf, Moviepilot und Spiegelonline an. Ach und, Facebook auch noch.
Ein Film über eine der wohl erfolgreichsten Netzphänomene aller Zeiten.
Was als kleine Studentenidee begann um sich mit Unikollegen auszutauschen, wurde zum größten sozialen Netzwerk der Welt. Das das ganze seine Probleme mit sich bringt versteht sich von selbst. Zunächst begründen Marc Zuckerberg und sein Kumpel Eduardo Saverin thefacebook.com, werden schlagartig berühmt, bekommen ihren ersten Blowjob. Das ganze fängt schon bald an problematisch zu werden, man wirft den jungen Unternehmern vor die Idee geklaut zu haben. Als sich schließlich Nappster-Erfinder Sean Parker mit ins Gespann bringt, entbrennt ein Streit zwischen Marc und Eduardo. Schließlich endet das ganze in einem Hin- und Hergeklage. David Fincher erzählt seine „Geschichte“ quasi chronologisch, allerdings werden die Gerichtsverhandlungen in die laufende Handlung immer wieder eingeflochten, so werden Dialoge zur Hälfte im Studentenheim begonnen und schließlich als Zeugenaussage vor Gericht beendet. Finchers Werk hat eigentlich alles was ein guter Film braucht, Schauspieler die ihr Werk wirklich verstehen, sehr guter, sauberer Schnitt und tolle Musik, das einzige was fehlt ist die Spannung. Die Handlung des Films ist eigentlich total banal und das ist der springende Punkt, die ersten 45 Minuten wissen zu unterhalten. Wilde Parties und laute Musik, Studentenleben wie man es sich vorstellt und dann zieht sich der Film einfach nur noch so hin.
Fazit: 6.5/10
Nach Hause gekommen, Browser auf, Moviepilot und Spiegelonline an. Ach und, Facebook auch noch.
Ein Film über eine der wohl erfolgreichsten Netzphänomene aller Zeiten.
Was als kleine Studentenidee begann um sich mit Unikollegen auszutauschen, wurde zum größten sozialen Netzwerk der Welt. Das das ganze seine Probleme mit sich bringt versteht sich von selbst. Zunächst begründen Marc Zuckerberg und sein Kumpel Eduardo Saverin thefacebook.com, werden schlagartig berühmt, bekommen ihren ersten Blowjob. Das ganze fängt schon bald an problematisch zu werden, man wirft den jungen Unternehmern vor die Idee geklaut zu haben. Als sich schließlich Nappster-Erfinder Sean Parker mit ins Gespann bringt, entbrennt ein Streit zwischen Marc und Eduardo. Schließlich endet das ganze in einem Hin- und Hergeklage. David Fincher erzählt seine „Geschichte“ quasi chronologisch, allerdings werden die Gerichtsverhandlungen in die laufende Handlung immer wieder eingeflochten, so werden Dialoge zur Hälfte im Studentenheim begonnen und schließlich als Zeugenaussage vor Gericht beendet. Finchers Werk hat eigentlich alles was ein guter Film braucht, Schauspieler die ihr Werk wirklich verstehen, sehr guter, sauberer Schnitt und tolle Musik, das einzige was fehlt ist die Spannung. Die Handlung des Films ist eigentlich total banal und das ist der springende Punkt, die ersten 45 Minuten wissen zu unterhalten. Wilde Parties und laute Musik, Studentenleben wie man es sich vorstellt und dann zieht sich der Film einfach nur noch so hin.
Fazit: 6.5/10
Filmkurzreview Nr.27 "Into the Wild"
"Something touched me deep inside", das fällt mir zu Into the Wild ein.
Was Don McLean einst sang trifft meine Gefühlslage nach dem Schauen von
diesem "Reisebericht" recht gut. Ein junger hochintelligenter Mann, mit
einer Vorliebe für klassische Literatur, mit oberflächigen, superreichen
Eltern, reißt nach seinem Schulabschluss aus. Er will nach Alaska,
verbennt sein Geld, Ausweise, Kreditkarten und bricht jeglichen Kontakt
zu seinen Eltern ab. In Sprüngen erzählt der Film, Vorgeschichte, Reise
nach Alaska, Rückreise und einen etwas länger dauernden Aufenthalt in
seinem Stützpunkt, einem leerstehenden Bus den er in der Ödnis findet.
Der Film ist eher still, ein Glück das er nicht chronologisch erzählt
wird, sonst wäre er nicht aushaltbar vor Stille. Aber nein, so erlebt
man viele Dialoge mit den wenigen Menschen die Alex Supertramp begegnen
und was mir besonders gefiel: Monologe von ihm und von seiner Schwester,
die ihm, in jenen, meist hinterhertrauert. Die Texte könnten schöner
nicht sein. Gleiches gilt für Bilder, Musik und Moral. Und hey, Kristen
Steward ist eine gute Schauspielerin!
Fazit: 9.5/10
Fazit: 9.5/10
Sonntag, 3. Oktober 2010
Filmkurzreview Nr.26 "Four Rooms und Walk the Line"
Walk the Line
Authentische Schauspieler, cooles Setting, saucoole Musik und aufgrund seiner Dauer etwas langweilig.
Fazit: 7/10
Four Rooms
Soso, es geht um einen Pagen, der seinen ersten Arbeitstag (die Silvesternacht) in einem Luxushotel verbringt. Es werden 4 Geschichten aus je einem Hotelzimmer erzählt, jede Szene wurde von einem anderen Regisseur gemacht. Während die ersten beiden Zimmer noch recht unlustig daher kommen, springt der Funke doch bei den letzten beiden Episoden über, vorallem Tarantinos Raum macht sehr viel Spaß.
Unterm Strich, ein ungewöhnlicher, unterhaltsamer schräger, anstößiger und nicht familientauglicher Film, mit einem großen Tim Roth, aber mehr auch nicht.
Fazit: 7/10
Authentische Schauspieler, cooles Setting, saucoole Musik und aufgrund seiner Dauer etwas langweilig.
Fazit: 7/10
Four Rooms
Soso, es geht um einen Pagen, der seinen ersten Arbeitstag (die Silvesternacht) in einem Luxushotel verbringt. Es werden 4 Geschichten aus je einem Hotelzimmer erzählt, jede Szene wurde von einem anderen Regisseur gemacht. Während die ersten beiden Zimmer noch recht unlustig daher kommen, springt der Funke doch bei den letzten beiden Episoden über, vorallem Tarantinos Raum macht sehr viel Spaß.
Unterm Strich, ein ungewöhnlicher, unterhaltsamer schräger, anstößiger und nicht familientauglicher Film, mit einem großen Tim Roth, aber mehr auch nicht.
Fazit: 7/10
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