"Something touched me deep inside", das fällt mir zu Into the Wild ein.
Was Don McLean einst sang trifft meine Gefühlslage nach dem Schauen von
diesem "Reisebericht" recht gut. Ein junger hochintelligenter Mann, mit
einer Vorliebe für klassische Literatur, mit oberflächigen, superreichen
Eltern, reißt nach seinem Schulabschluss aus. Er will nach Alaska,
verbennt sein Geld, Ausweise, Kreditkarten und bricht jeglichen Kontakt
zu seinen Eltern ab. In Sprüngen erzählt der Film, Vorgeschichte, Reise
nach Alaska, Rückreise und einen etwas länger dauernden Aufenthalt in
seinem Stützpunkt, einem leerstehenden Bus den er in der Ödnis findet.
Der Film ist eher still, ein Glück das er nicht chronologisch erzählt
wird, sonst wäre er nicht aushaltbar vor Stille. Aber nein, so erlebt
man viele Dialoge mit den wenigen Menschen die Alex Supertramp begegnen
und was mir besonders gefiel: Monologe von ihm und von seiner Schwester,
die ihm, in jenen, meist hinterhertrauert. Die Texte könnten schöner
nicht sein. Gleiches gilt für Bilder, Musik und Moral. Und hey, Kristen
Steward ist eine gute Schauspielerin!
Fazit: 9.5/10
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