Mittwoch, 27. Oktober 2010

Albumreview Nr.2 "Serj Tankian - Imperfect Harmonies"

Serj Tankian, der Sänger der berühmten serbischen Crossoverband System of a down, hat mit Imperfect Harmonies sein zweites Soloalbum veröffentlicht oder wenn man so will sein drittes, lässt man "Elect the Death - Symphony als eigenständiges Album durchgehen. Das es nicht schlech sein kann ist klar, dafür ist das Stimmvolumen und seine Erfahrung zu groß und weiterhin hat er unzählige Male bewiesen das er ein lyrisches Genie ist. Aber wie gut ist es wirklich?


1.) Disowned Inc. - anfangs stark vom Orchester dominiert, gewinnt im Laufe der Zeit aber an Fahrt.  Lyrisch ziemlich gut und gewohnt kritisch "God speaks different in every language"7/10
2.) Borders are... - beginnt auch sehr soft, lyrisch heervorragend geradezu brilliant! Nur das ewig wiederholte "I never let you go" nervt mich. 8/10
3.) Deserving?- von Beginn an gut, ein großartiges Lied über die Liebe, zwischenzeitlich sehr funkig, wunderbar, wenn auch zum Ende hin etwas zu sehr gejammert! 9/10
4.)beatus - huch, noch ein Liebeslied, mit etwas nervigen Hintergrundgedudel, das sich im Laufe des Lieds stark verändert und schließlich zum Ausgangspunkt zurückkehrt. 6/10
5.)Reconstructive demonstration -  serj meets electro, zumindest beim Intro, der Refrain ist lyrisch, sowie musikalisch ziemlich geil, erneut sehr kritisch und an/klagend. 7/10
6.) Electron - nett, aber etwas kraftlos, mich stört der Rhytmus der Drums. 5/10 
7.) Gate 21 - ein Lied über das Ende der Liebe, sehr poetisch und recht angenehm zu hören, für mich hätte der Song aber bei seiner Pianobegleitung bleiben können 7/10
8.)Yes, it's genocide- ein Lied über den Völkermord an den Armeniern, auf armenisch. Übersetzungen findet man natürlich, ein unglaublich zynisches Lied. 6/10
9.)Peace be revenged- eine Anschuldigung an das Denken des mordernen Menschen,  aber musikalisch nicht so top. 5/10
10. Left of center - die Single des Albums, extrem kritische Lyrics, die aber leicht verständlich und wenig kompliziert sind. Musikalisch etwas kräftiger und man erkennt alte Züge. 8/10
11. Wings of Summer -  eine Akustikgitarre! ... und einen quietischig singenden Serj. Soll wohl das Ganze ruhig ausklingen lassen, aber lyrisch ist das nicht toll und irgendwie in die Länge gezogen. 5/10


Ganz anders. Ganz anders als alles was man von SOAD oder Elect the Dead gewohnt ist: Hier sind keine E-Gitarren, hier sind keine akustischen Drums, stattdessen elektrische und auch die Vocals sind irgendwie anders, ganz anders.
Imperfect Harmonies hört sich wie ein Buch, eine Gedichtsammlung. Wirklich anstrengend und nichts für nebenbei. Für dieses Album ist es Pflich des Englisch mächtig zu sein und beim ersten durchhören sollte man unbedingt ein Wörterbuch zur Hand haben. Befolgt man diesen Rat bekommt man ein interessantes, fesselndes, lyrisches Meisterwerk, das hingegen aus musikalischer Sicht nicht gerade mit Abwechslung glänzt. 

Fazit: 7/10

2 Kommentare:

  1. Also ich höre akkustische Drums. ;D

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  2. jup. Richtig, bei eins, zwei Songs ist das doch der Fall!

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