Mittwoch, 15. September 2010

Filmkurzreview Nr.23 "Jackie Brown"

So Herr Tarantino, den fand ich diesmal echt nicht dolle. Hier ging es um eine Stewardess, mittlerem Alters, die für einen Waffendealer Geld schmuggelt, von der Polizei erpresst wird, sie soll ihren Boss, besagten Waffendealer, verraten, bekommt im Gegenzug ihre Freiheit, während ihr Boss von ihr verlangt 500.000 Dollar aus Mexico in die Staaten zu schmuggeln, Jackie plant nichts von dem zu tun und mit dem Geld abzuhauen, das sich ein Kautionshelfer dabei in sie verliebt, kommt ihr recht gelegen. Im Gegensatz zu allen anderen ihrer Filme geht mir hier der Soundtrack größtenteils höllisch auf die Nerven, auch wenn es schon einige Lichtblicke gibt. Die gecasteten Schauspieler sind gut, aber L. Jackson will mir nicht so recht in die Rolle des Bösen passen, wobei De Niro schon eher passt, als leicht verwirrter Ex-Knasti. Auch die Hauptrolle Jackie Brown, Pam Grier, ist wirklich überzeugend. Aber, aber, aber. Während ihr erster (oder sagen wir zweiter) Film "Reservoir Dogs" spannende Dialoge enthielt, ist hier viel Langeweile angesagt. Das ist allerdings auch ihren Cuttern zu verdanken, da saß ich vor´m Montior und dachte nur noch so "Schnitt! Schnitt! Schnitt, bitte!." Der Erzählstil mit diesem ganzen Kapitelmüll, war bei Jackie Brown irgendwie uncool und auch die Handlung war dieses Mal zu sehr verstrickt, die einzelenen Pläne der Protagonisten, anders als bei zum Beispiel "Pulp Fiction" zu komplex, um sie zigfach überkreuzen zu können. Mit einer Laufzeit von über 2 Stunden zog sich das ganze dann auch noch ziemlich hin und ja, ja, ja Herr Tarantino. Zum Glück haben sie danach noch viel, viel bessere Filme, Grandiose gar, gemacht.

Fazit: 6/10

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