So Herr Tarantino, den fand ich diesmal echt nicht dolle. Hier ging es
um eine Stewardess, mittlerem Alters, die für einen Waffendealer Geld
schmuggelt, von der Polizei erpresst wird, sie soll ihren Boss, besagten
Waffendealer, verraten, bekommt im Gegenzug ihre Freiheit, während ihr
Boss von ihr verlangt 500.000 Dollar aus Mexico in die Staaten zu
schmuggeln, Jackie plant nichts von dem zu tun und mit dem Geld
abzuhauen, das sich ein Kautionshelfer dabei in sie verliebt, kommt ihr
recht gelegen. Im Gegensatz zu allen anderen ihrer Filme geht mir hier
der Soundtrack größtenteils höllisch auf die Nerven, auch wenn es schon
einige Lichtblicke gibt. Die gecasteten Schauspieler sind gut, aber L.
Jackson will mir nicht so recht in die Rolle des Bösen passen, wobei De
Niro schon eher passt, als leicht verwirrter Ex-Knasti. Auch die
Hauptrolle Jackie Brown, Pam Grier, ist wirklich überzeugend. Aber,
aber, aber. Während ihr erster (oder sagen wir zweiter) Film "Reservoir
Dogs" spannende Dialoge enthielt, ist hier viel Langeweile angesagt. Das
ist allerdings auch ihren Cuttern zu verdanken, da saß ich vor´m
Montior und dachte nur noch so "Schnitt! Schnitt! Schnitt, bitte!." Der
Erzählstil mit diesem ganzen Kapitelmüll, war bei Jackie Brown irgendwie
uncool und auch die Handlung war dieses Mal zu sehr verstrickt, die
einzelenen Pläne der Protagonisten, anders als bei zum Beispiel "Pulp
Fiction" zu komplex, um sie zigfach überkreuzen zu können. Mit einer
Laufzeit von über 2 Stunden zog sich das ganze dann auch noch ziemlich
hin und ja, ja, ja Herr Tarantino. Zum Glück haben sie danach noch viel,
viel bessere Filme, Grandiose gar, gemacht.
Fazit: 6/10
Mittwoch, 15. September 2010
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